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Colin
Goldner
Äther-, Astral- und Ich-Leiber
Die obskure Welt von Anthroposophie und Waldorf-Pädagogik
1
Die Waldorf-Schulen sind untrennbar mit der Figur ihres Begründers,
des Okkultfunktionärs Rudolf Steiner (1861-1925), verbunden.
Schon in früher Kindheit, wie die Legende es formuliert, sei Steiners
"primäre Erfahrung die der Welt des Seins hinter der sinnlichen Welt"
gewesen,[1] was ihn zu einem verschlossenen Einzelgänger und Sonderling
heranwachsen ließ. Während seines Mathematik- und Physikstudium
an der Technischen Hochschule Wien entwickelte er Symptome, die, aus heutiger
psychiatrischer Sicht, auf den Beginn einer schizoiden Persönlichkeitsstörung
hinweisen.[2] Er selbst hielt diese Symptome keineswegs für solche,
vielmehr, so spätere Biographen, für die Eröffnung eines
Zuganges "zu jenem Bereich des verborgenen, geheimen oder 'esoterischen'
Wissens, der - wie ein weitverzweigtes System unterirdischer Wasseradern
- unter der Oberfläche unseres allgemeinen, geistigen und kulturellen
Lebens besteht".[3]
1902 schloß Steiner sich der von Helena Blavatsky gegründeten
Theosophischen Gesellschaft an, der er lange Jahre als Generalsekretär
in Deutschland diente. Daneben war er ab 1905 Mitglied des freimaurerischen
"Memphis-Misraim-Ritus", einer obskuren Logenvereinigung, die der Leitung
des selbsternannten "Sexualmagiers" und Phallusanbeters Theodor Reuß
(1855-1923) unterstand; 1906 wurde er zum stellvertretenden General-Großmeister
des Ritus ernannt. Im gleichen Jahr konstituierte Reuß den sogenannten
"Ordo Templi Orientis" (O.T.O.), in dem es in erster Linie um "sexualmagische"
Praktiken und Inszenierungen ging. Man befleißigte sich bestimmter
aus dem Yoga bzw. Tantrismus hergeleiteter Übungen zur "Transmutation
der Reproduktionsenergie", mittels derer der Adept zum mystischen "Seher"
werden sollte. Per Edikt vom 17.6.1907 setzte Reuß als "Amtierenden
General-Großmeister" des neuen Ordens seinen Logenbruder Rudolf Steiner
ein.[4] Ob Steiner nun tatsächlich aktives Mitglied des Ordo Templi
Orientis war und/oder an irgendwelchen sexualmagischen Riten teilnahm,
ist nicht bekannt.[5] Von heutigen Anthroposophen wird jede Nähe Steiners
zu Reuß und dem O.T.O. jedenfalls heftig bestritten. Nicht bestritten
werden kann hingegen die Tatsache, daß Steiner sich im Dunstkreis
obskurster Okkultzirkel und Geheimlogen bewegte und sein Denken maßgeblich
durch die Kontakte mit deren Repräsentanten beeinflußt war.
(Die vehemente Abwehrreaktion der Anthroposophen gegen jeden Hinweis, Steiner
sei womöglich doch [aktives] Mitglied des O.T.O. gewesen, dürfte
darin begründet sein, daß dessen britischer Zweig ab 1912 unter
der Leitung des Okkultfaschisten Aleister Crowley stand, mit dem man unter
keinen Umständen in Verbindung gebracht werden will. Auch soll verhindert
werden, daß Steiners Name im Kontext späterer O.T.O.-Mitläufer
wie etwa L. Ron Hubbard, Gründer der Scientology Church,[6] oder des
selbsternannten Satans und mehrfachen Mörders Charles Manson[7] auftaucht.)
Im Jahre 1913 kam es zum Bruch mit der Theosophischen Gesellschaft,
mithin deshalb, weil Steiner sich weigerte, den von dieser drei Jahre zuvor
als "Lord Maitreya", die letzte Wiederkunft Buddhas, ausgerufenen südindischen
Knaben Jiddu Krishnamurti (1897-1986) als "Weltenlehrer" zu akzeptieren.
Noch im selben Jahr begründete er die Anthroposophische Gesellschaft,
deren von wirren Rassismen und Okkultismen durchzogene Doktrin sich von
der Lehre der Theosophen allerdings nur sehr unwesentlich unterschied.[8]
Neu hinzu kam bei Steiner die "Erkenntnis", der Mensch besitze über
den physischen Leib hinaus drei weitere (aurische) Leiber, die, einander
jeweils übergeordnet, sich in je siebenjährigen Abständen
zur Geburt brächten: Der "Ätherleib", der im Alter von sieben
Jahren hinzugeboren würde, repräsentiere das Pflanzenreich
und damit die Lebens- und Wachstumskräfte des Organismus, der im Alter
von vierzehn Jahren sich gebärende "Astralleib" das Tierreich und
damit die Instinktkräfte; der mit einundzwanzig Jahren hinzukommende
"Ich-Leib" umfasse als geistiger Wesenskern des Menschen die drei anderen
Leiber und trage, von Wiedergeburt zu Wiedergeburt, zu dessen Höherentwicklung
bei. O-Ton Steiner: "Dieser 'Ich-Leib' ist der Träger der höheren
Menschenseele. Durch ihn ist der Mensch die Krone der Erdenschöpfung.
Das 'Ich' ist aber in den gegenwärtigen Menschen keineswegs eine einfache
Wesenheit. Man kann seine Natur erkennen, wenn man die Menschen verschiedener
Entwicklungsstufen miteinander vergleicht. Man blicke auf den ungebildeten
Wilden und den europäischen Durchschnittsmenschen (...). Sie alle
haben die Fähigkeit, zu sich 'Ich' zu sagen; der 'Ich-Leib' ist bei
allen vorhanden. Der ungebildete Wilde folgt aber seinen Leidenschaften,
Trieben und Begierden mit diesem 'Ich' fast wie ein Tier. Der höher
Entwickelte sagt sich gegenüber gewissen Neigungen und Lüsten:
diesen darfst du folgen, andere zügelt er und unterdrückt sie".[9]
Seine "Erkenntnisse" schöpfte Steiner vornehmlich aus der sogenannten
"Akasha-Chronik", einer "geiststofflichen" (sprich: nur in seinen Wahnvorstellungen
existierenden) "Schrift", in der Informationen über sämtliche
bisherigen und noch kommenden Entwicklungsstufen der Menschheit enthalten
seien. Der Zugang zu diesem "Weltengedächtnis", der nur Menschen mit
spirituell außergewöhnlich hochentwickeltem Bewußtsein
möglich sei, habe sich ihm in "okkulter Schau" eröffnet.
2
Auch nach der Geburt des "Ich-Leibes" setze sich die menschliche Entwicklung
in "Lebensjahrsiebten" fort: "Wenn gesagt worden ist (...) das 'Ich' arbeite
an den menschlichen Wesensgliedern, dem physischen Leib, dem Ätherleib
und dem astralischen Leib, und gestalte diese in umgekehrter Folge zu Geistselbst,
Lebensgeist und Geistesmensch, so bezieht sich dieses auf die Arbeit des
Ich an der menschlichen Wesenheit durch die höchsten Fähigkeiten,
mit deren Entwicklung erst im Laufe der Erdenzustände der Anfang gemacht
worden ist. Dieser Umgestaltung geht aber eine andere auf einer niedrigeren
Stufe voran, und durch diese entstehen die Empfindungsseele, Verstandesseele
und Bewußtseinsseele.[10]
Eine Störung in der ausgewogenen Balance der einzelnen Leiber
beziehungsweise Seelen - besonders vor dem Eintritt in ein neues "Jahrsiebt"
komme es regelmäßig zu einschneidenden Krisen - bedeute Krankheit.
Werde beispielsweise die Entfaltung des Ätherleibes gehemmt, da dieser
zu sehr "unter der Dominanz der Schwerkraft des physischen Leibes" stehe,
träten Schwermut und Depression auf. Ein Ätherleib hingegen,
der so dominiere, daß Astral- und Ich-Leib ihn nicht mehr bändigen
könnten, zerstöre "wuchernd" den ganzen Organismus, es komme
zum Ausbruch von Krebs.
Anthroposophischer Heilkunde geht es insofern um die Wiederherstellung
des Gleichgewichtes der Leiber und Seelen. Hierzu bietet sie eine Vielzahl
eigener Medikamente an, die, zubereitet auf rituellem Wege, aus pflanzlichen
und tierischen Bestandteilen hergestellt werden: Bienen und rote Ameisen
beispielsweise müssten lebend zermalmt oder püriert werden, um
ihre "Lebenskraft" in das Medikament zu übertragen.[11] Eine klinisch-kontrollierte
Arzneimittelprüfung außerhalb des anthroposophischen Binnenkontexts
findet nicht statt.[12] Passend dazu das Krankheitsverständnis anthroposophischer
Medizin: "Jede Krankheit hat ihre eigenen und oft vielschichtigen Entstehungsbedingungen.
Ihre Wurzeln können im vergangenen Erdenleben liegen (...). Karma
wirkt aus der Vergangenheit. Gegen diese Schicksalsbestimmung kann der
Arzt nicht heilen".[13]
Zur anthropsophischen Heilkunde zählt zudem eine ganze Reihe "spiritueller"
Übungswege: In der Maltherapie wird mit Wasserfarben die "Farbe der
Krankheit" zu Papier gebracht, aus der der Patient sich zu lichten Heilfarben
emporarbeiten soll. Depressive etwa werden angeleitet, aus dunklem Blau
zu hellen Rot- und Gelbtönen zu finden. In ähnlicher Weise werden
mit Holz oder Knetmasse Gestaltungsübungen durchgeführt. Die
Musiktherapie besteht im wesentlichen darin, daß der Therapeut einzelne
Töne auf einem Instrument (etwa einer Leier) vorträgt; der Patient
tritt mit einem anderen Instrument hierzu in einen "musikalischen Dialog".
In der "Therapeutischen Sprachgestaltung" werden die Patienten zu rhythmischer
Rezitation und Deklamation bestimmter Texte angeleitet. Als anthroposophisches
Übungsverfahren schlechthin gilt die Heileurythmie: Jedem Vokal, Konsonanten
und Ton wird eine spezifische Bewegung oder Geste zugeordnet, durch die
ihrerseits bestimmte Empfindungen zum Ausdruck gebracht werden sollen.
Gedichte oder Musikstücke lassen sich dergestalt (einzeln oder in
Gruppen) choreographisch darstellen.
In der "Biographiearbeit" wird der Patient angeleitet, in Rückschau
auf sein bisheriges Leben den "roten Faden" seines Schicksals zu entdecken,
der sich an immer wiederkehrenden Konflikten und Themen abzeichne. Schwerpunkt
der Betrachtung liegt auf den Entwicklungsphasen der "Lebensjahrsiebte"
und den "Krisen" an deren Übergängen. Modellhaft werden hierzu
die Biographien berühmter Menschen (vor allem von Goethe) studiert.
Ziel der Arbeit ist das Annehmen der "auferlegten Schicksalsnotwendigkeiten"
(Krankheiten, Unfälle etc.). Da diese von höherer Warte koordiniert
würden, sei Kontaktnahme in das "Reich der Engel" unabdingbar. Hans-Werner
Schroeder, seit 1978 in der Leitung der "Freien Hochschule" der Anthroposophen
tätig, zur Frage, wie solcher Kontakt hergestellt werden könne:
"Durch geistiges und religiöses Leben im allgemeinen (...). Aber dann
vor allem durch Schicksalsvertrauen und durch Dankbarkeit für das,
was man als Gutes, Schönes, Anregendes usw. täglich empfängt.
Dank für das Schicksal (...) verbindet uns unmittelbar mit unserem
Engel".[14]
Nicht nur Engel und Erzengel spielen eine zentrale Rolle im anthroposophischen
Selbstverständnis, auch deren Gegenspieler Luzifer und Ahriman (eine
finstere Figur aus dem zarathustrischen Mythos) werden als reale, ständig
ins menschliche Dasein eingreifende Wesen gesehen. Steiners Schriften sind
durchzogen von Angeloi, Archangeloi, Exusai, Kyriotetes, Seraphimen etc.,
ein übriges tun seine wirren Vorstellungen von Karma und Wiedergeburt.[15]
3
Bei der Anthrosophischen Gesellschaft handelt es sich um die mit Abstand
bedeutendste und bestetablierte Esoterikgruppierung des deutschsprachigen
Raumes. Sie verfügt über weitverzweigte Wirtschaftsbetriebe (Wala,
Weleda, Demeter), über eigene Banken, Finanzgesellschaften, Film-
und Fernsehproduktionsstätten, Krankenhäuser, Studienzentren
und Hochschulen; daneben über mehrere Buch- und Zeitschriftenverlage.
Finanzkräftige Unterstützung erhält sie aus der freien Wirtschaft,
aus staatlichen Subventionstöpfen, sowie über Spenden und Schenkungen.
Ihre Mitgliederzahl dürfte im deutschsprachigen Raum bei knapp 30.000
Menschen liegen, rund fünfzigmal soviele stehen ihr nahe.
Im November 1996 verabschiedete die bundesdeutsche "Initiative zur
Anthroposophie-Kritik" (IzAK) eine Resolution, die darauf hinwies, daß
die Anthroposophie "mit einer demokratischen Verfassung, der UN-Konvention
über die Rechte des Kindes von 1989 und der Allgemeinen Erklärung
der Menschenrechte vom 10.12.1948 nicht vereinbar" sei. Insbesondere wird
angeprangert, daß eine "autoritäre Sekte, die an Reinkarnation
und Karma, an 'Äther-', 'Astral-' und andere Leiber glaubt, die die
Entwicklung der Menschheit von irrsinnigen 'Planetenzeitaltern' ableitet",
durch höchste Regierungsstellen anerkannt und aus Steuermitteln gefördert
werde.[16]
Die Reaktion der Anthroposophen auf vorgetragene Kritik entspricht vielfach
der, die man von Organisationen wie Scientology gewohnt ist: konzertierte
Protestbriefaktionen, Einstweilige Verfügungen, Klagen wegen Beleidigung,
Verleumdung, Geschäftsschädigung etc.; darüberhinaus persönliche
Beschimpfung, Diffamierung und Verfolgung der jeweiligen Kritiker, denen
man, selbst wenn es sich um ehemalige Waldorfschüler oder -lehrer
handelt, jedwede Kompetenz zur Beurteilung der anthroposophischen Lehre
abspricht.[17]
4
Ihren größten gesellschaftlichen Einfluß nehmen die
Anthroposophen über ihr weltweites Netz von über 750 Waldorfschulen
und -kindergärten. Allein im deutschsprachigen Raum werden rund 100.000
Kinder und Jugendliche in anthroposophischen Einrichtungen beschult.
Die Waldorfpädagogik (benannt nach der ersten anthroposophischen
Schule, die 1919 von den Stuttgarter Waldorf-Astoria-Tabakwerken eingerichtet
wurde) orientiert sich streng an der Steinerschen "Entwicklungslehre":
Die ersten sieben Lebensjahre stehen unter dem Motto "Die Welt ist gut"
und der erzieherischen Formel "Vorbild und Nachahmung". Zunächst wird
dem Kind nichts erklärt, Fragen werden ausweichend beantwortet. Hingegen
wird großer Wert auf die Einrichtung und Farbgestaltung der Kinderzimmer
sowie die Auswahl geeigneten (Holz-)Spielzeugs gelegt. Mit dem Zahnwechsel
erfolge die Geburt des "Ätherleibes", die folgenden sieben Jahre stehen
unter dem Motto "Die Welt ist schön". Der Unterricht in den ersten
Klassen ist ausgefüllt mit Geschichten, Fabeln, Legenden und Bildern,
vor allem die Märchen der Gebrüder Grimm finden vielfältigen
Einsatz. Wie ein roter Faden durchziehen die Geschichten von Hänsel
und Gretel, von Dornröschen, Aschenputtel, Rotkäppchen oder den
Sieben Raben den Waldorf-Unterricht. Gerne erzählt wird etwa das Märchen
von der "Gänsemagd": Es geht dabei um eine Prinzessin, die aufgrund
der Intrige einer Kammerfrau zum Gänsehüten degradiert wird;
ihrem Pferd wird der Kopf abgeschlagen. Unter ein dunkles Tor genagelt
spricht nun der Pferdekopf täglich mit der Prinzessin und enttarnt
letztlich die böse Kammerfrau. Diese wird, wie es in einem anthroposophieeigenen
Vorlese- und Bilderbuch heißt, "splitternackt ausgezogen und
in ein Faß gesteckt, das inwendig mit spitzen Nägeln beschlagen
ist. Und zwei weiße Pferde müssen vorgespannt werden, die sie
Gasse auf Gasse ab zu Tode schleifen".[18] Ob denn derlei Grausamkeit Kindern
überhaupt zugemutet werden könne, fragt die ehemalige Waldorfmutter
Sybille Jacob und bekommt zur Antwort: Ja, könne sie, denn: "der Böse
oder Übeltäter erhält immer seine gerechte Strafe und das
beruhigt die Kinderseele dann". Die Märchen werden erzählt, nacherzählt,
gespielt, getanzt, gemalt, selbst für die Rechenstunden werden sie
herangezogen. Vielfach werden ganze Passagen wortwörtlich auswendig
gelernt. Der Lehrer, so Sybille Jacob, dürfe dabei dem Kind nie den
Eindruck vermitteln, er unterscheide zwischen Märchenhaftigkeit und
Wirklichkeit: Alles und jedes wird in magisch-mythisch-übersinnlichen
Kontext gestellt.[19]
Ab der dritten Klasse wird Erzählstoff auch dem Alten Testament
entnommen, ab der vierten Klasse dem nordischen Schöpfungsmythos der
Edda. Vom Riesen Ymir ist in diesem Mythos etwa die Rede, der von Odin,
Wile und We erschlagen wird: "Den Leib Ymirs warfen die Börsöhne
in die Mitte Ginnungagaps. Das Blut ließen sie als Bäche und
Flüsse in die Meere strömen. (...) Ymirs Gehirn warfen sie in
die Lüfte, wo es zu Wolken wurde. Aus Ymirs Haaren entstanden Gras
und Kraut". Derlei Textinhalte, so Ex-Waldorfmutter Jacob, bekämen
"zehnjährige SchülerInnen im Klassenraum einer Waldorfschule
am Vormittag zu hören, und das tagtäglich! Eine wirklich kindgerechte
Schule, wo abends dann der Waldorflehrer den Eltern Vorträge über
die schlimmen, schädigenden Inhalte der Medien (gemeint sind vor allem
Comics und das Fernsehen, C.G.) hält".[20]
Wenn es im Waldorfunterricht nicht blutrünstig zugeht, dann zumindest
haarsträubend abstrus: In dem vielbenutzten Vorlesebuch "Der Sonne
Licht" ist etwa von Tannenbäumen die Rede: Einst habe der "Heiland"
in einem Wald Schutz vor Regen gesucht, von allen Laubbäumen aber
habe es getropft. "Nur die Tanne breitete schützend und liebend die
Arme aus, und er fand Sicherheit unter ihren Zweigen. Dankend verließ
er den Zufluchtsort und sprach über die Tanne den Segen aus, daß
sie Sommer und Winter grün sein sollte".[21] Zur Entstehungsgeschichte
der Fledermaus heißt es, Gott und der Teufel hätten einst die
Vögel erschaffen. Als Gott die seinigen gemacht habe, hätten
diese gleich angefangen zu fliegen. Der Teufel habe derweilen nur einen
Vogel gemacht, habe ihm Flügel von Leder genäht und ihn mit Krallen
ausgestattet. Aber der Vogel des Teufels habe nicht fliegen können.
Auf Bitten des Teufels habe Gott daraufhin gesagt: "Dein Vogel mag dann
fliegen, wenn meine Vögel ruhen". Also nachts. So sei die Fledermaus
entstanden.[22]
Normaler Unterricht, der (altersentsprechend) die tatsächlichen
Vorgänge in der Natur erklärt, kommt praktisch nicht vor; vielmehr
soll "fühlendes Verstehen" geweckt werden. Steiner: "Was nützt
es im höchsten Sinne, wenn jungen Menschen alle möglichen Mineralien,
Pflanzen, Tiere, physikalischen Versuche gezeigt werden, wenn das nicht
damit verbunden wird, die sinnlichen Gleichnisse zum Ahnenlassen der geistigen
Geheimnisse zu verwenden".[23] Es könne einem Menschen nichts Schlimmeres
zugefügt werden, als wenn man ihn zu früh an das Denken heranführe:
"Man muß die geistige Führung des Kindes so leiten, daß
sie in den Organismus in der richtigen Weise hineinwirkt, daß man
zum Beispiel nicht so durch das Überladen mit Gedächtnisstoff
bei dem Kinde wirkt, daß in späterem Alter Stoffwechselkrankheiten
hervorkommen".[24] Erst der im Zuge der Pubertät sich gebärende
"Astralleib" befähige zu eigenständigem Urteil. Das Motto heißt
nun "Die Welt ist wahr". Ab der 6. Klasse werden Waldorfschüler folglich
auch in Physik und Chemie unterrichtet, was allerdings nicht Abstandnahme
vom verquasten Weltbild Steiners bedeutet. In einem Seminarpapier zum Physikunterricht
der Oberstufe heißt es, der Schüler lerne "die Unterschiede
der Lichtquellen und ihre physikalischen Funktionen kennen. Gleichzeitig
lernt er (...), daß die Qualität des Lichts einer Kerze, einer
Glühfadenbirne und einer Neonröhre sehr unterschiedlich ist,
nämlich darin, daß in der Kerze gute Wesenheiten zu Hause sind,
und in der Neonröhre der menschlichen Seele sehr schadende dämonische
Geister sich wohlfühlen und daß man darauf achten soll, in wessen
Lichtreichweite man sich befindet".[25] Im Fach "Himmelskunde" werden unhaltbare
lunatistische Vorstellungen verbreitet, selbstredend wird auch breitausgewalzt
auf den astrologischen Tierkreis bezuggenommen.[26] Tatsächlich, wie
der Bremer Erziehungswissenschaftler Freerk Huisken anmerkt, finde in der
Waldorfschule, ob nun "Mathematik, Physik oder handwerkliche Betätigung
dran ist, irgendwie immer Religionsunterricht statt. Den letzteren gibt
es natürlich auch noch als selbständiges Fach".[27] (Konsequenterweise
gelten die Evolutionslehre Darwins, der Marxismus oder Freuds Idee einer
menschlich-psychischen Evolution als Werke luziferischer Kräfte.[28])
Steinersche "Naturlehre" bedeutet beispielsweise die Erkenntnis, daß
die Maus "zu oberflächlich inkarniert" sei und sich daher zeitlebens
nach dem Tode sehne: "Wohlgefühle begleiten ihre Lösung von der
unzulänglichen Körperlichkeit, an die sie sich gekettet fühlte.
(...) Daß die Katze noch einige Zeit mit der halbtoten Maus spielt,
verlängert dem Opfer geradezu den Genuß des Sterbens".[29] Derlei
verblüffende Einsicht in die Psyche von Kleinnagern geht einher mit
der Erkenntnis Steiners zur Haarfarbe des Menschen: "Die blonden Haare
geben eigentlich Gescheitheit, geradeso, wie sie wenig in das Auge hineinschicken,
so bleiben sie im Gehirn mit ihren Nahrungssäften, geben ihrem Gehirn
ihre Gescheitheit. Die Braunhaarigen und Braunäugigen und die Schwarzhaarigen
und Schwarzäugigen treiben das, was die Blonden ins Gehirn treiben,
in die Augen und Haare hinein. Daher werden sie materialistisch, sehen
nur auf dasjenige, was man sehen kann, und es muß durch geistige
Wissenschaft ausgeglichen werden. Man muß also eine Geisteswissenschaft
haben in dem Maße, als die Menschheit mit der Blondheit die Gescheitheit
verliert".[30] (Es gewinnen, wie die "Wiener Zeitung" schreibt, diese "auf
den ersten Blick nur absurden Sätze von Rudolf Steiner eine erschreckende
Dimension, wenn man weiß, daß zur selben Zeit ein gewisser
Lanz von Liebenfels, ein geistiger Wegbereiter Adolf Hitlers, ganze Bücher
[gemeint ist die ab 1905 erscheinende sogenannte "Ostara-Bücherei
der Blonden und Mannesrechtler", C.G.] mit seinen Fantasien von der Herrschaft
der Blondhaarigen und Blauäugigen füllte".[31])
Kein Wunder, daß die stolz vorgetragene Erfolgsquote von 85%
beim Ablegen des staatlichen Schulabschlusses sich als reine Augenwischerei
herausstellt: Die Hälfte aller Schüler so eine bundesdeutsche
kultusministerielle Untersuchung, werde gar nicht erst zur Prüfung
zugelassen.[32] Aus diesem Nicht-Erreichen der staatlichen Norm läßt
sich allerdings nicht schließen, Waldorfschüler unterlägen
keinem Leistungsdruck. Vor allem in den Klassen der Oberstufe ist ein Unterschied
zu staatlichen Schulen kaum mehr auszumachen.[33]
Sport (in üblichem Sinne) gibt es an Waldorfschulen nicht oder
nur sehr am Rande. Stattdessen steht Eurythmie auf dem Lehrplan, bei der
in Gewändern aus pastellfarbener Seide elfenhafte Tänze aufgeführt
werden. Auffällige Kinder werden einer speziellen Heileurythmie unterzogen.
Nach Aussagen ehemaliger Waldorflehrer werde mithin auch zu anderen Methoden
der Disziplinierung gegriffen: unbotmäßige Schüler würden
vor der gesamten Klasse an den Pranger gestellt, in schwerwiegenderen Fällen
für die ganze Schule sichtbar als Störer gekennzeichnet; hypermotorischen
Kindern würden die Hände schon mal mit Pflaster an die Schulbank
geklebt,[34] auch körperliche Züchtigung, eine "schallende Ohrfeige"
etwa, sei durchaus probates Mittel "kindgemäßer Erziehung".[35]
Auch wenn es sich hierbei vielleicht um Einzelfälle handelt - die
Waldorfschulen sind in ihrem Vorgehen nicht weisungsgebunden -: Steiner-Pädagogik
läßt Gewalt als Erziehungsmittel ausdrücklich zu. So schreibt
Waldorfpädagoge Erich Grabert in seinem 1989 in zehnter unveränderter
Auflage erschienenen Standardwerk "Die Strafe in der Selbsterziehung und
in der Erziehung des Kindes": "Wenn man also sagen wollte, es (das Schlagen,
C.G.) sei unter allen Umständen falsch, (...) so wäre das abstrakt,
wäre lebensfremd. Es gibt eben Fälle, wo keine Zeit zu verlieren
ist, und es gibt Kinder, denen man vor allem anderen erst einmal imponieren
muß, bei denen man sich erst in Respekt setzen muß, ehe man
überhaupt mit irgendwelchen erzieherischen Maßnahmen beginnen
kann. (...) Es kann durchaus Notwendigkeiten geben für körperliche
Strafen und auch gute Resultate, die daraus entspringen".[36] Auch Steiner
hält Prügel, insbesondere "Ohrfeigen",[37] für durchaus
legitim, denn: "eine körperliche Strafe, von einer respektierten erwachsenen
Person erteilt, kann mitunter einen günstigen, aufschreckenden Effekt
haben".[38]
Üblicherweise sind die Waldorfschüler während der ersten
acht Jahre in fast allen Fächern ein und derselben Lehrkraft ausgesetzt.
Durch diese Fixation auf eine mit Allmacht (zumindest aus der Sicht der
Kinder) ausgestattete und sich als allwissend präsentierende Lehrerfigur
- über regelmäßige "Hausbesuche" wird auch auf das Elternhaus
Einfluß genommen - werden die Waldorfschüler zu extremer Autoritätshörigkeit
hinerzogen. Die im Grundschulunterricht vielfach eingesetzten "Volksmärchen",
deren "Moral" fast durchwegs auf Anpassung und gewaltsam erzwungenen Gehorsam
hinausläuft, tun hierzu das ihre. Im übrigen hält Steiner
die Autorität des Lehrers - in der Regel wird strenger Frontalunterricht
veranstaltet - für unabdingbar: "Um reif zum Denken zu sein, muß
man sich die Achtung vor dem angeeignet haben, was andere gedacht haben.
Es gibt kein gesundes Denken, dem nicht ein auf selbstverständlichen
Autoritätsglauben gestütztes gesundes Empfinden für die
Wahrheit vorausgegangen wäre".[39] Das Kind solle "etwas als wahr
empfinden, wenn der selbstverständlich innig verehrte Lehrer es als
wahr empfindet".[40] Bezeichnend ist insofern die vielgerühmte Waldorferziehung
zu Kreativität und künstlerischer Selbstfreisetzung. Wie Sybille
Jacob ausführt, werde grundsätzlich jedes im Unterricht behandelte
Thema gemalt: "Aufwendig werden die Bilder vom Lehrer an der Tafel vorgezeichnet
- die Schüler müssen farb- und formgetreu (auch Details sind
wichtig) abmalen. Der Lehrer malt vor - die Schüler malen ab. Das
wird bei allen Märchen, Geschichten, Fabeln usw. gemacht und zeigt,
welche 'große künstlerische Kreativität' Waldorfschüler
entwickeln dürfen. Das ist das Geheimnis der unverwechselbaren Waldorfbilder".[41]
In einer kritischen Stellungnahme der Evangelischen Kirche heißt
es: "Alles, was an den Waldorfschulen geschieht, ist in Methodik und Inhalt
auf die Natur des Menschen abgestellt - so wie R. Steiner sie in seiner
übersinnlichen Erkenntnis geschaut haben will. Nichts verdankt sich
den Forschungsergebnissen einer nicht-anthroposophischen Wissenschaft (etwa
Psychologie oder Pädagogik). Steiner hat gültig festgestellt,
was für den Menschen in der Entwicklungszeit gut ist - und daran halten
die Waldorfschulen bis zum heutigen Tag fest".[42]
Aufschlußreich in Hinblick auf die Vorgaben anthroposophischer
Pädagogik sind auch die Recherchen des ARD-Politmagazins "Report".
In der Sendung vom 10.7.2000 wurde aufgedeckt, daß ein 1936 von Steiner-Schüler
Ernst Uehli verfasstes (und 1980 neuaufgelegtes) Werk mit dem Titel "Atlantis
und das Rätsel der Eiszeitkunst" sich noch 1998 auf einer offiziellen
Literaturliste für Waldorflehrer zur Vorbereitung für den Geschichtsunterricht
der 5./6. Klasse fand. Das von abstrusen Rassismen und verquaster Arierverherrlichung
durchzogenen Buch Uehlis ("Der heutige Neger ist kindlich, ist ein nachahmendes
Wesen geblieben"..."Der Keim zum Genie ist der arischen Rasse bereits in
ihre atlantische Wiege gelegt worden" etc.) wurde dem Bundesfamilienministerium
vorgelegt, das zu einem vernichtenden Urteil kam: "In diesem Buch gibt
es Aussagen über eine Rassensystematisierung. Es wird von Negern gesprochen,
die einfach nicht weiterentwicklungsfähig seien, und es werden andere
Rassen dargestellt, die im Grunde Zerfallserscheinungen haben. (...) Insoweit
erfüllen die Aussagen dieses Buches aus unserer Sicht zweifelsfrei
einen Sachverhalt, der unter den Begriff der Rassendiskriminierung fällt".
Das Ministerium stellte umgehend einen Verbotsantrag gegen das Buch.[43]
Die Waldorfschulen, wie die Berliner Tageszeitung kommentierte, seien
"nur noch einen Fußbreit vom pädagogischen Desaster entfernt".[44]
Denn: rassistische Positionen wie die Uehlis seien "nicht nur eine zufällige
Entgleisung, sondern zentraler Bestandteil der Anthroposophie Rudolf Steiners".[45]
***
Literatur/Anmerkungen
[1] Dyson, J./Hollmann, C.: Anthroposophische Medizin. in: Hill, A.:
(Hrsg.): Illustriertes Handbuch alternativer Heilweisen. Freiburg, 1980,
S. 29
[2] vgl. Lange-Eichbaum, W./Kurth, W.: Genie, Irrsinn und Ruhm: Genie-Mythos
und Pathographie des Genies. München, 1967
[3] Reimer, H.-D. zit.in: König, G.: Anthroposophie und Rudolf
Steiner. in: Becker, H.-J./Kohle, H. (Hrsg.): Kulte, Sekten, Religionen:
Von Astrologie bis Zeugen Jehovas. Augsburg, 1994, S. 196
[4] vgl. König, P.-R.: Rudolf Steiner: niemals Mitglied irgendeines
O.T.O. in: Flensburger Hefte, Nr. 63, IV/1998, S. 101
[5] vgl. Grandt, G./Grandt, M.: Schwarzbuch Satanismus: Innenansicht
eines religiösen Wahnsystems. Augsburg, 1995, S. 189f.
[6] vgl. Schmidt, J.: Satanismus. Marburg, 1992, S. 142
[7] vgl. Greene, C.: Der Fall Charles Manson: Mörder aus der Retorte.
Wiesbaden-Nordenstadt, 1992, S. 176f. (In Greenes Studie werden Crowley
und Steiner als Abkömmlinge der Theosophie in einem Atemzug genannt,
S. 186.)
[8] vgl. Kern, G.: Der (esoterische) Rassismus aus der besseren Gesellschaft:
Die Hierarchie der 'Völker' bei Rudolf Steiner. in: Ders./Traynor,
L. (Hrsg.): Die esoterische Verführung: Angriffe auf Vernunft und
Freiheit. Aschaffenburg, 1995, 128f. (Wenngleich zögerlich, findet
seit Anfang der 1990er auch innerhalb der Anthroposophie eine Auseinandersetzung
mit den in Steiners Schriften enthaltenen Rassismen statt: 1996 setzte
die holländische Anthroposophische Gesellschaft eine interne Untersuchungskommission
ein, die in Steiners Werk immerhin zweiundsechzig einschlägige Textpassagen
fand, die aus heutiger Sicht als diskriminierend bzw. [nach niederländischem
Recht] strafbar gelten müssen. Desungeachtet erklärte man den
Vorwurf eines der Anthroposophie inhärenten Rassismus als jeder Grundlage
entbehrend. Immerhin schaffte man das in holländischen Waldorfschulen
bis dahin bestehende Unterrichtsfach "Rassenkunde" ab.)
[9] Steiner, R.: Die Erziehung des Kindes vom Gesichtspunkte der Geisteswissenschaft:
Die Methodik des Lehrens und die Lebensbedingungen des Erziehens. Dornach,
1987, S.21f.
[10] Steiner, R.: Die Geheimwissenschaft im Umriss. Frankfurt/Main,
1985, S.428f.
[11] Vgl. Federspiel, K./Lackinger-Karger, I.: Kursbuch Seele. Köln,
1996
[12] Vgl. Habermann, E. et al.: Kein Freibrief für Mistel. in:
Skeptiker, 2/1995, S. 65f.
[13] Werner, H.: Die anthroposophische Methode der Medizin. in: Weleda-Korrespondenz
für Ärzte, Nr. 117, 1987. zit.in: Burkhard, B.: Anthroposophische
Medizin am Beispiel Mistel. in: Shermer, M./Traynor, L.: Heilungsversprechen:
Zwischen Versuch und Irrtum. Skeptisches Jahrbuch III. Aschaffenburg, 2000,
S. 94
[14] Werner a.a.O. S. 168
[15] vgl. Bierl, P.: Wurzelrassen, Erzengel und Volksgeister: Die Anthroposophie
Rudolf Steiners und die Waldorfpädagogik. Hamburg, 1999, S. 67f.
[16] Resolution der IzAK. Paderborn, 30.11.1996
[17] Im Frühsommer 1999 leitete der "Bund der Freien Waldorfschulen"
juristische Schritte gegen das Buch "Rasse Mensch" von P.v.d.Leet/C.Schüller
ein, das sich (zum gleichnamigen am 14.4.1999 auf 3sat ausgestrahlten Film)
mit den verschiedenen Anknüpfungspunkten des nationalsozialistischen
Rassismus befasst (u.a Anthropologie, Humanbiologie, Religion, Kunst) und
mithin auch dessen Wurzeln in der Esoterik erhellt; in diesem Zusammenhang
ist auch die Rede von Rudolf Steiner und seiner Lehre. Schon zuvor waren
die Alibri-Titel "Erlöser" (G.Grandt/M.Grandt) und "Waldorf Connection"
(G. Grandt/M.Grandt) mit Klagen überzogen worden. vgl. Pressemitteilung
des Alibri-Verlages vom 2.6.1999. Das 1997 im österreichischen Ueberreuther-Verlag
erschienene "Schwarzbuch Antroposophie" (G.Grandt/M.Grandt), das laut Untertitel
"Rudolf Steiners okkult-rassistische Weltanschauung" aufzeigt, wurde erfolgreich
vom Markt geklagt
[18] Zbinden-Verlag (Hrsg.): Die Gänsemagd. Basel, 1984
[19] vgl. Jacob, S.-C./Drewes, D.: Aus der Waldorfschule geplaudert:
Warum die Steiner-Pädagogik keine Alternative ist. Aschaffenburg,
2001, S. 67f.
[20] zit. in: Jacob/Drewes a.a.O. S. 71f.
[21] Heydebrand, C. (Hrsg.): Der Sonne Licht. Stuttgart, 1981. zit.in:
Kayser, M./Wagemann, P.-A.: Wie frei ist die Waldorfschule. Berlin, 1991,
S. 140
[22] zit.in: Jacob/Drewes a.a.O. S.70
[23] Steiner 1987 a.a.O. S. 44
[24] Steiner, R.: Anthroposophische Menschenkunde und Pädagogik.
Dornach, 1979, S. 135
[25] zit.in: Rudolph, C.: Waldorf-Erziehung: Wege zur Versteinerung.
Darmstadt, 1987, S. 49
[26] vgl. Wiechoczek, R.: Anthroposophie: menschenfreundliche Fassade
einer ungeistigen Verführung. in: Materialien und Informationen zur
Zeit, 4/1996, S. 2
[27] Huisken, F.: Erziehung im Kapitalismus: Von den Grundlügen
der Pädagogik und dem unbestreitbaren Nutzen der bürgerlichen
Lehranstalten. Hamburg, 1998, S. 455
[28] vgl. Bierl a.a.O. S. 69f.
[29] zit.in: Binder, H.: Was steckt hinter anthroposophisch-homöopathischen
Heilmitteln? in: Prekop, O.: Homöopathie. Berlin, 1995, S. 137
[30] Steiner, R.: Über Gesundheit und Krankheit: Grundlagen einer
geisteswissenschaftlichen Sinneslehre. Dornach, 1994, S. 102f.
[31] Wiener Zeitung vom 7.3.1997
[32] Die Aussage stammt von G. Lange-Wische, Referatsleiter für
Gymnasien am Kultusministerium Nordrhein-Westfalen. zit.in: Focus, Nr.
16, vom 15.4.1995, S. 44
[33] vgl. Rudolph a.a.O. S. 50
[34] zit.in: Kreisjugendring Ebersberg (Hrsg.): Rudolf Steiners Anthroposophie
und die Realität der Waldorf-Pädagogik: Eine notwendige Korrektur.
in: Frischling, Winter 1995/96, S. 46 (Ebenso wie an staatlichen Schulen
ist auch an Waldorfschulen "körperliche Züchtigung" gesetzlich
verboten.)
[35] Reichler, C.: Kindgemäße Vorschulerziehung. zit.in:
Rudolph a.a.O. S. 108 (Waldorfpädagogin Reichler berichtet von den
wundersamen Wirkungen einer Ohrfeige, die sie einem Zögling verabfolgt
habe.)
[36] Grabert, E.: Die Strafe in der Selbsterziehung und in der Erziehung
des Kindes. Stuttgart, 1989 (10. Auflage), S. 64f.
[37] vgl. Kayser, M./Wagemann, P.-A.: Wie frei ist die Waldorfschule.
Berlin, 1991, S. 115
[38] Steiner, R.: Allgemeine Menschenkunde als Grundlage der Pädagogik.
Dornach, 1968, S. 172f.
[39] Steiner 1987 a.a.O. S. 60
[40] Steiner 1968 a.a.O. S. 139
[41] Jacob/Drewes a.a.O. S. 71
[42] zit.in: König, G.: Anthroposophie und Rudolf Steiner. in:
Becker, H.-J./Kohle, H. (Hrsg.): Kulte, Sekten, Religionen: Von Astrologie
bis Zeugen Jehovas. Augsburg, 1994, S. 203
[43] vgl. akdh.ch/ps/sp_report.htm (5.8.2000) (Der Bund der freien
Waldorfschulen beeilte sich, schnellstmöglich auf Distanz zu Uehlis
Werk zu gehen. Die vorgetragene Behauptung, das Buch sei ohnehin nicht
verwendet worden [zumindest nicht in Berlin/Brandenburg], wurde durch Recherchen
der Berliner Tageszeitung widerlegt. vgl. Frank, A.: Einschüchterung
auf Waldorf-Art. in: Tageszeitung vom 4.8.2000)
[44] Füller, C.: Waldorf vor Indizierung. in: Tageszeitung vom
15.7.2000, S. 7
[45] Trüper, U.: Goethe und die Hottentotten. in: Tageszeitung
vom 19.7.2000, S. 17
Dieser Beitrag erschien in: Ribolits, E./Zuber, J. (Hrsg.): Karma
und Aura statt Tafel und Kreide: Der Vormarsch der Esoterik im Bildungsbereich.
Schulhefte-Verlag, Nr. 103, Wien, 2001.
Copyright: © C. Goldner, 2002
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